Widerruf von Fahrzeugfinanzierungen

Bei Fahrzeugfinanzierungen – sei es über einen Darlehensvertrag oder im Wege des Leasings – besteht für Sie die Möglichkeit, sich über den Widerruf des Finanzierungsvertrags schnell, effektiv und ohne Verluste von Ihrem Fahrzeug zu trennen. Dies kann nicht nur für Fahrer von Dieselfahrzeugen interessant sein, soweit sich diese von Fahrverboten bedroht fühlen.

Voraussetzung ist, dass der Fahrzeugkauf mit der Finanzierung gemeinsam als verbundenes Geschäft abgeschlossen  wurde. In der Regel liegt dies vor, wenn die Finanzierung noch im Autohaus beantragt wurde und von der Hausbank des Autoherstellers übernommen wurde.

Daneben darf die Belehrung über das Widerrufsrecht oder die Aufzählung der Pflichtangaben nicht rechtmäßig erfolgt sein. Dies wurde inzwischen bei nahezu allen Hausbanken der Autohersteller festgestellt, so auch bei der VW Bank, der Mercedes Benz Bank und vielen anderen.

Die Erklärung des Widerrufs führt dazu, dass Sie das finanzierte Fahrzeug an die Bank herauszugeben haben. Im Gegenzug erhalten Sie die geleisteten Raten und die Anzahlung zurück.
Wenn Sie Ihre Verträge nach dem 13.06.2014 abgeschlossen haben, so haben Sie in der Regel für die Nutzung des Kfz keinen Nutzungsersatz zu leisten, Sie sind sozusagen kostenfrei unterwegs gewesen.
Dies dürfte gerade für Besitzer von Dieselfahrzeugen in Anbetracht der möglicherweise bevorstehenden Fahrverbote eine zügige und wirtschaftlich interessante Vorgehensweise darstellen.
Als spezialisierte Fachanwältin unterstütze ich Sie gerne bei der Rückabwicklung und der Durchsetzung Ihrer Rechte.